
A SINGLE MAN
USA 2009 - 100 Min
R: Tom Ford D: Colin Firth, Julianne Moore, Nicholas Hoult, Matthew Goode, Jon Kortajarena, Paulette Lamori.
Tom Ford hat sich für sein „sensationelles Debüt“ wahrlich einen einfacheren Stoff aussuchen können, Isher-woods Roman ist aber eine „bestechende Wahl“: John Ford dehnt und rafft die Zeit, verweilt in Augenblicken u. Eindrücken, setzt alles so zusammen, dass sich ein fast hypnotischer flow einstellt. Manchmal gehe der „Wille zum Arrangement“ mit der Regisseur durch. Aber so schön die Bilder auch seien, so konzentriert und elegant, ja fast streng ist dieser delikate Film als Ganzes“ Ein Meisterwerk
Tagesspiegel
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MÄNNER DIE AUF ZIEGEN STARREN
The Men who stare at Goats
USA 2009 - 93 Min
R: Grant Heslov D: Ewan McGregor, George Clooney, Jeff Bridges, Kevin Spacey, J.K. Simmons, Robert Patrick.
Mit George Clooney, Ewan McGregor, Jeff Bridges und Kevin Spacey prominent und glücklich besetzt, bebildert die Militärgroteske auf heitere Weise die unbedingt glaubwür-digen Geheimaktivität des US-amerikanischen Militärs und seiner Sicherheitsdienste, denen man ja zu Recht jeden Schwachsinn und jede Schweinerei zutraut.
Für die Tiere ist es sicherlich kein Spaß. Sie haben eindeutig das Nachsehen
Frankfurter Rundschau
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A SERIOUS MAN
F/CDN/GB 2009 - 105 Min
R: Ethan Coen, Joel Coen
D: Michael Stuhlbarg, Richard Kind, Fred Melamed, Sari Lennick, Aaron Wolff, Jessica McManus, Michael Tezla.
Nach ihrem Oscar für No Country for Old Men“ hätten Joel und Ethan Coen im Kino in jede beliebige Richtung weitergehen können, dass sie sich für eine "autobiographisch gefärbte Geschichte" entschie-den hätten, zeigt mit welchem Ernst sie das Spiel mit den Bildern betreiben. Die "Meister-schaft", mit der die Coens die Sinnfrage des Protagonisten filmisch formulieren, mache selbst "die finstere Antwort", die sie in A Serious Man geben, zu einem Gewinn. FAZ
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ALICE IM WUNDERLAND
Alice in Wonderland
USA 2009 - 108 Min
R: Tim Burton D: Mia Wasiskowska, Johnny Depp, Anne Hathaway, Helena Bonham Carter, Matt Lucas.
Tim Burtons neuer Film ist eine Bilderorgie in knallbunten Farben der außer großartiger Unterhaltung - was allein schon ein seltenes Kunststück ist - auch noch eine Botschaft zu bieten hat. Er ist eine Verteidi-gung der Verschrobenheit und ein Plädoyer für die Fantasie. Oder wie der geniale Johnny Depp als Hutmacher sagt: "Die besten Leute sind verrückt." Tim Burton schenkt dem Kinderbuch eine Seele und in seiner Adaption stecken mehr Gefühl und Herzenswärme als in der Literaturvorlage. Die Welt TRAILER IMDB press |
DAS KABINNETT DES DOKTOR PARNASSUS
The Imaginarium of Doctor Parnassus
F/CDN/GB 2009 - 122 Min
R: Terry Gilliam D: Johnny Depp, Heath Ledger, Jude Law, Colin Farrell, Tom Waits.
Episodisch und mäandernd, voller skurriler Ideen und philosophischer Seitenpfade, suggestiver Szenen und nicht zuletzt rauschhaft schöner Bilder entwickelt sich der Film als betont offenes, ebenso versponnenes wie durch seine vielen Farben und Facetten verzauberndes Kaleidoskop. Die durch den Tod von Heath Ledger entwickelte Lösung, Ledger durch Johnny Depp, Jude Law u.Colin Farrell dar-stellen zu lassen, funktioniere "erstaunlich gut". Filmdienst TRAILER IMDB press |

DER GHOSTWRITER
The Ghost F/D/GB 2010 - 128
R: Roman Polanski D: Ewan McGregor, Pierce Brosnan, Olivia Williams, Kim Cattrall, James Belushi, Tom Wilkinson, Eli Wallach, Timothy Hutton.
Wenn auch kein innovatives Meisterwerk wie "Rosemarys Baby", so ist Polanskis Film als Hitchcockiade fast dem Thriller "Frantic" ebenbürtig. Leider folgt er dem zweifelhaften Ehrenkodex seines Antihelden ein kleines Stück zu weit: Der sonst so formbewusste Film ist geradezu überschwemmt von Schleichwerbung. Vielleicht sollte auch die Bundesre-gierung, die diesen Film kräftig unterstützte, darauf bestehen, das ein paar deutsche Fähn-chen in den Szenen aufgestellt werden.Frankfurter Rundschau
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SAME SAME BUT DIFFERENT
D 2009 - 104 Min
R: Detlev Buck D: David Kross, Apinya Sakuljaroensuk, Stefan Konarske, Jens Harzer, Anne Müller, Michael Ostrowski.
Kambodscha sei ein Land hinter den Spiegeln, sagt Ben, der in Detlev Bucks jüngstem Film als Rucksacktourist durch Südostasien reist. Doch die Magie hat schwarze Löcher. "Die großen Gefühle" werden in Bucks Film jedoch furios unter-spielt. Die Kraft von "Same Same But Different" entsteht vor allem daraus, dass Buck äußerst sparsam erzählt und fast nichts erklärt. Die Kunst des Films bestehe auch darin, die Geschichte der beiden Helden bis zuletzt in einer schönen und manchmal sur-realen Schwebe zu belassen. Spiegel TRAILER IMDB press |

SOUL KITCHEN
D 2009 - 100 Min
R: Fatih Akin D: Adam Bousdoukos, Moritz Bleibtreu, Birol Ünel, Anna Bederke, Lucas Gregorowicz, Demir Gökgöl, Wotan Wilke Möhring.
Lebe lieber leidenschaftlich!
Man muss Akin einfach lieben für seinen rauhen Charme, den es sonst im deutschen Kino so eben nicht gibt, für das ganze Gebrüll, den Schlagabtausch der Dialoge und das unge-stüme Tempo, mit dem er daherkommt. Diese "Proll-Märchen mit erstaunlich romantischem Ende" erzählt von einem "intensiveren und leidenschaftlicheren Leben" erzeugt für 99 Minuten "ein anderes Lebensgefühl, wie es nur das Kino kann". FAZ
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WHAT EVER WORKS
USA 2009 - 92 Min
R: Woody Allen D: Larry David, Evan Rachel Wood, Patricia Clarkson, Ed Begley Jr., Conleth Hill, Michael McKean, Henry Cavill, Kristen Johnston.
Whatever Works veranschau-licht "Allens zeitlose und doch zeitgenössische Kunst, mittels sich selbst therapierender Charaktere aberwitzig und zugleich leicht melancholisch gegen die Schwere des Lebens anzugehen". Seine 40. Regiearbeit ist "inszenatorisch tiefstapelnder"; dennoch ruft sie einem in Erinnerung, wie leicht-händig der 74-Jährige im eigenskreierten Genre der intellektuellen Selbstzer-
fleischungskomödie seine Vorherrschaft behauptet". Filmdienst INTERVIEW
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AVATAR
USA 2009 - 161 Min
R: James Cameron D: Sam Worthington, Zoë Saldana, Sigourney Weaver, Stephen Lang, Michelle Rodriguez.
Drogentrip mit Pixelromantik. Fantasy und Western, Science Fiction und Kriegsfilm, moralisches Statement und visueller Trip (eine Parallel-schöpfung auf Magic Mushrooms), History Lesson und Kinderkram, technisch- ästhetisches Wunderwerk und das teuerste B-Movie aller Zeiten. Wenn man Avatar gesehen hat, hat man alles gesehen, was das populäre Kino derzeit können will und wollen kann. taz
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DAS WEISSE BAND
D/Österreich/F/I 2009 144 Min.
R: Michael Haneke D: Christian Friedel, Leonie Benesch, Ulrich Tukur, Ursina Lardi.
Das weiße Band ist nicht nur Hanekes vielleicht bester, es ist auch einer der schönsten europäischen Filme seit langemVielleicht ist gerade seine Makellosigkeit eine der wichtigsten Botschaften des Films. Traut nicht der Schönheit alter Geschichten, lautet sie, erhofft euch keine Erlösung im Kostüm. Der einzige Trost, den das Historienkino spenden kann, liegt in der Wahrheit, die es uns zumutet. Das weiße Band hält diesen Trost bereit. FAZ
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DISTRICT 9
Südafrika - 2009 - 112 min
R: Neill Blomkamp
D: Jason Cope, Robert Hobbs,
Sharlto Copley, Nathalie Boltt.
Es geschieht nur selten, dass ein Sci-Fi-Actionfilm Kritiker zu Lobeshymnen animiert. "District 9", ein von Neill Blomkamp gedrehten und von Peter Jackson produzierten Minibudget-Thriller besticht durch seine so ungemein real wirkenden Geschehnisse wie sie in keinem Film jemals zuvor zu sehen waren. So wurden zu Beispiel die als „Prawns“ bezeichneten Aliens zwar größtenteils am Computer animiert, doch ihre Herkunft aus dem Rechner ist an fast keiner Stelle zu merken. Sie fügen sich vielmehr perfekt in die Umgebung ein.
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MOON
GB - 2009 - 97 min.
R: Duncan Jones
D: Sam Rockwell, Kevin Spacy (Stimm), Robin Chalk, Matt Berry, Kaya Scodelario.
fantasy filmfest Worüber dreht der Sohn von David Bowie, Duncan Jones, seinen Erstling? Natürlich über einen einsamen Astronauten mit gestörtem Kontakt zur Erde. Doch in erster Linie hat er einen Film in der klassischen Tradition von Outland, Silent Running und Alien geschaffen, einen verstörenden Science-Fiction-Thriller, in dem es nicht nur um vordergründige Effekte geht. Dem brillianten Sam Rockwell hat Jones die Rolle auf den Leib geschrieben. Ein unglaublich beklemmendes Weltraumdrama vom Feinsten.
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CARRIERS
USA - 2009 - 90 min.
R: David und Àlex Pastor
D: Chris Pine, Lou Taylor Pucci, Emily VanCamp, Piper Perabo, Christopher Meloni.
Filmstarts.de Mitunter sind Filme wie gute Weine: Sie müssen reifen. Aber nur selten gelingt dieser Prozess in den Giftschränken der Studios. Dort nämlich lagerte der bereits 2006 abgedrehte Epidemie-Thriller „Carriers“ der spanischen Brüder Alex und David Pastor mehrere Jahre. Doch Zeiten ändern sich. Da kommt nach der Vogel- auch noch die Schweinegrippe um die Ecke und so mauserte sich die Produktion vom Hollywood-Giftmüll zum Eröffnungsfilm des prestigeträchtigen Fantasy Filmfests.
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CHE - REVOLUTIÓN
Che - El Argentino
Spanien/USA - 2008 - 131 min.
R: Steven Soderbergh
D: Benicio Del Toro, Demián Bichir, Santiago Cabrera.
taz Mit "Che - Revolución"rettet Regisseur Steven Soderbergh und Schauspieker Benicio Del Toro den Revolutionär Che Guevara davor, zum leersten Bild unserer Zeit zu werden. Jede Einstellung, jeder Über-gang, jede Geste und jedes Objekt vor der Kamera nimmt die Menschenarbeit derRevolution ernst. Jenseits von Mythos, Mensch undGeschichte gibt es das denkende Bild, das alles drei zusammenfasst und darüber hinaus geht. Und das ist genau das, wofür es sich lohnt, Filme zu machen und Filme zu sehen
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CHE - GUERRILLA
Che Part Two
Spanien/USA - 2008 - 131 min.
R: Steven Soderbergh
D: Benicio Del Toro, Demián Bichir, Rodrigo Santoro, Franka Potente, Marc-André Grondin.
Der Spiegel Der Kampf geht weiter!", möchte man dem Regie-Guerillero Soderbergh aufrührerisch zurufen: Mehr als 40 Jahre nach seinem Tod verströmt Ernesto "Che" Guevara immer noch den verschwitzten Charme der Revolution, geht dem Mythos einfach nicht die Puste aus. Und so wird man Soderberghs Meditation über Mut, Wahnsinn, Heldentum und den schwie-rigen Prozess des Geschichte-machens spätestens in der verklärenden Retrospektive zu würdigen wissen.
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BEDINGUNGSLOS
Kærlighed på film
Dänemark - 2007 - 99 min.
R: Ole Bornedal D: Anders W. Berthelsen, Rebecka Hemse, Nikolaj Lie Kaas, Charlotte Fich, Dejan Cukic.
Filmdienst Ähnlich wie in Sam Mendes’ American Beauty ist es die Sehnsucht des Helden, die den eigentlichen Motor der Geschichte darstellt: Sehn-sucht nach einem anderen Leben, nach einer wilderen, leidenschaftlicheren Welt jenseits des umzäunten Terrains einer bürgerlichen Existenz. Bornedals Inszenierung überzeuge mit einer "dunkel getönten Bildsprache, die drastische Bilder nicht scheut, aber immer wieder zu melancholischer Poetik findet
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STAR TREK
USA 2008 127 min.
R: J.J. Abrams D: Chris Pine, Zachary Quinto, Simon Pegg, Karl Urban, John Cho, Zoe Saldana, Eric Bana, Leonard Nimoy, Winona Ryder.
Der Spiegel Der erfoderliche "heikle Spagat zwischen radikaler Runderneuerung und respektvoller Restaurierung des in die Jahre gekommenen Dampfers Enterprise" ist gelungen, Abrams und die Autoren Roberto Orci und Alex Kurtzman "meistern die Herausforderung, indem sie munter den Fundus des Genres sowie der erweiterten Popkultur plündern, sich mehr für zeitlose menschliche Dramen als die idealistische Vision eines pangalaktischen Völkerbunds interessieren".
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GARAGE
Irland - 2007- 85 min.
R: Lenny Abrahamson D: Pat Shortt, Anne-Marie Duff, Conor Ryan, Tommy Fitzgerald, John Keogh, Andrew Bennett, Jason Nelligan, George Costigan.
Filmdienst Trotz der weiten Wald- und Seenlandschaft, die in ihrer kalten, fast erbar-mungslosen Schönheit die Geworfenheit des Helden spiegelt, enthüllt sich Garage als ein präzis komponiertes Kammerspiel, dessen Struktur von Leitmotiven, wieder-kehrenden Moll-Farben, auch von eingeflochtenen Scherzo-Passagen durchwirkt ist. Mit großer Intensität gestalte Pat Shortt die "finalen Szenen der Fassungslosigkeit, des stillen Kampfes um eine bereits verlorene Existenz".
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SLUMDOG MILLIONÄR
GB/USA - 2008 - 120 min.
R: Danny Boyle D: Dev Patel, Anil Kapoor, Madhur Mittal, Freida Pinto, Irrfan Khan, Saurabh Shukla, Mia Drake, Sanchita Choudhary.
Der Spiegel Slumdog Millionär ist ein Film, "der auf das Herz zielt und es punktgenau trifft"... "tief in seinem großen Herzen klassisches Hollywood-Kino, wie Hollywood selbst es heute kaum mehr hinbekommt". Boyle entfesselt ein Erdbeben von einem Film, einen Sturm, der alles und jeden mit sich reißen will. In halsbrecher-ischem Tempo peitscht er die Geschichte voran, es bleibt einem kaum Zeit zum Luft-holen, bis zum völlig vorher-sehbaren, aber trotzdem umwerfend inszenierten Finale.
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THE FALL
Indien/GB/USA -2006 -117 min.
R: Tarsem Singh D: Lee Pace, Catinca Untaru, Justine Waddell, Julian Bleach, Leo Bill, Kim Uylenbroek, Ronald France, Sean Gilder.
Filmdienst Die Filmwelten, die Tarsem Singh in The Fall entfaltet, sind von ausgesuch-ter surrealer Schönheit. Einmal mehr ergänzen sich die weiten Wüsten, die fantasievollen, prachtvollen Kostüme und die raffinierten Gebäude zu ein-drucksvollen Seelenland-schaften die seltsam kühl und mitunter fast gespenstisch-leblos wirken. Mit Grund. Schon früh verbreiten die Bilder einen Hauch von jener 'Krankheit zum Tode', die sich schließlich als der zentrale Konflikt des Films offenbart.
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DER VORLESER
USA - 2008 - 122 Min.
The Reader R: Stephen Daldry D: Kate Winslet, Ralph Fiennes, David Kross, Bruno Ganz, Lena Olin,Hannah Herzsprung, Karoline Herfurth.
Der Spiegel Wie der Roman wechselt der Film häufig zwischen vier Zeitebenen - erzählt, wie aus dem Jungen von einst (David Kross, hervorragend) ein erfolgreicher aber emotionsgestörter Anwalt (Ralph Fiennes) geworden ist und wie die Hauptfigur eine ehemalige KZ-Aufseherin eine mysteriöse Gefangene bleibt.
Dabei zuzusehen, wie die große Kate Winslet sich dieser Figur hingibt, wie sie ein Rätsel zu einem Menschen macht, ohne einfache Antworten liefern zu wollen - das ist ein Erlebnis
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MILK
USA - 2008 - 128. min
R: Gus Van Sant D: Sean Penn, Emile Hirsch, Josh Brolin, James Franco, Diego Luna, Josh Brolin, Alison Pill.
FAZ Nach einem "todernsten" Beginn entwickele sich ein Film "voller Witz, Ironie, Zärtlichkeit und Lebenslust." Sean Penn spiele "frei und locker, und seine Körpersprache ist kokett und selbstbewusst, ohne Travestie. Van Sant und seine Darsteller reißen uns mit in eine Vorstellungswelt, in der Hoffnung, Kampf und Sex und Freiheit für kurze Zeit eine Einheit waren.
TAZ Alle schwulen und lesbischen Forderungen sind in ihrer Partikularität deswegen politisch relevant, weil sie Fälle von universellen Rechten sind
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TWILIGHT
USA - 2008 -122 min.
R: Catherine Hardwicke D: Kristen Stewart, Robert Pattinson, Billy Burke, Ashley Greene, Nikki Reed, Jackson Rathbone, Kellan Lutz.
Der Spiegel Unsterblich lieben: Das geht am besten mit einem Vampir. Und wenn der auch noch so gut aussieht wie der Posterboy des Todes in "Twilight" - um so besser. Das Schönste aber: Die Verfilmung des Bestsellers von Stephenie Meyer erzählt gekonnt von den Leiden der Pubertät.In seinen besten Momenten umarmt "Twilight" den grandiosesten Kitsch mit eiskalten Händen und bringt Wahrhaftiges hervor: "Ich sterbe ja schon", erkennt Bella als ihr die eigene Vergänglichkeit bewusst wird.
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VICKY CRISTINA BARCELONA
USA/Spanien - 2008 - 96 min.
R: Woody Allen D: Javier Bardem, Penélope Cruz, Kevin Dunn, Rebecca Hall, Scarlett Johansson.
NEUE ZÜRICHER ZEITUNG
Barcelona mi amor. Die eigentliche Hauptfigur in Woody Allens neuem Film ist nicht Vicky, nicht Cristina, sondern Barcelona: eine Stadt, die Woody Allen nach eigenem Bekunden besonders liebt. Im Gegensatz zu New York, dem Home-Turf des Grossstadt-Neurotikers und seines Werks – den er aber auch schon für andere europäische Städte verlassen hat – ist es eine Liebe ganz ohne Neurose, ein wunderbarer, federleichter Seitensprung
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DER SELTSAME FALL DES BENJAMIN BUTTON
USA - 2008 - 165 min.
The Curious Case of Benjamin Button. R: David Fincher
D: Brad Pitt, Cate Blanchett, Taraji P. Henson, Tilda Swinton Julia Ormond, Jason Flemyng.
SZ Der Film erzähle eine "märchenhafte Geschich-te, so poetisch und verspon-nen, dass man dem Kino kaum zutraut, dass es selbst auf die Idee gekommen ist. Ein schöner, rührend, von allem Zynismus befreiten Film.
DER SPIEGEL Ein Film, so ergreifend und bewegend wie kaum eine andere Hollywood-Produktion der vergangenen Jahren. Fitzgerald zeigt in seiner Geschichte, dass der Sprung in den Jungbrunnen kein Sprung ins Glück ist.
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SO FINSTER DIE NACHT
Schweden - 2008 - 114 min.
Låt den rätte komma in
R: Thomas Alfredson D: Kåre Hedebrant, Lina Leandersson, Per Ragnar, Henrik Dahl, Karin Bergquist, Peter Carlberg.
FAZ "So finster die Nacht" ist verstörend wie kaum ein anderer Film dieses Genres, aber auf so verblüffende poe-tische Art, dass er zugleich einer der aufregendsten euro-päischen Filme des Jahres ist. Wie der Film die "Gratwan-derung zwischen Blutrunst und Unschuld" hinbekomme, sei "schon ein Wunder" - Ein der es in sich hat, denn Tomas Alfredson zeigt, wie viel Freiheit und Zärtlichkeit in einem Genre noch möglich sind, das nur noch aus Regeln und Gewalt zu bestehen schien"
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BURN AFTER READING
USA - 2008 - 95 min.
Regie:
Ethan Coen, Joel Coen
Darsteller: Brad Pitt, Frances McDormand, George Clooney, John Malkovich
FILMDIENST Einmal mehr beweisen die Coens, die Burn After Reading relativ schnell produziert haben, wie meister-lich sie die Formeln des Genre-kinos beherrschen – nicht zuletzt dann, wenn sie diese mit unverschämter Noncha-lance unterlaufen. Um den Witz der dialogischen Duelle und der absurden Situationen zu be-schreiben, auf die sich die Schauspieler mit offensicht-lichem Vergnügen einlassen, würde das englische Adjektiv 'hilarious' gut passen; übersetzt trifft es ein herzhaftes 'saukomisch' am besten.
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DIE STADT DER BLINDEN
J/BR/CND - 2008 - 150 min.
Blindness
Regie:
Fernando Meirelles
Darsteller: Julianne Moore, Mark Ruffalo, Gael García Bernal
SPIEGEL Erblinden, um zu sehen: Der Bestseller "Die Stadt der Blinden" ist eine Parabel über die Flüchtigkeit der Zivilisation. Fernando Meirelles fand beeindruckende Bilder für die Leinwand-Fassung der blendend weißen Endzeit-Vision aber keine eigene Sprache. Ein Hingucker, der provoziert, ist "Stadt der Blinden" trotzdem weil er uns das Destillat einer Gesellschaft serviert, die nicht handelt, wenn es nötig ist. Im Kino schaut man nicht weg. Das lässt den Film noch lange nachwirken.
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DER BAADER MEINHOF
KOMPLEX
Deutschland - 2007 - 150 min.
Regie:Uli Edel
Darsteller: Martina Gedeck, Moritz Bleibtreu, Bruno Ganz
TAZ Viel ist über den Film be-reits vorweg diskutiert worden. Ist der Streifen zu pathetisch geraten, in seiner Suche nach Authentizität und darin konser-vativ und reaktionär? Man kann beruhigen: Nein, er ist es nicht. Historisch genau rekonstruiert dieser Film das Geschehen. Das Tempo, die Rasanz der Szenen, Schauplatz- und Schusswechsel entspricht der damals so beschleunigten Entwicklung. Der Weg, so eine der Botschaften dieses Films, aus Pop und Rebellion führte eben nicht schnurstracks in die RAF und den Untergrund.
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WALTZ WITH BASHIR
Israel / D / F - 2007 - 90 min.
Regie: Ari Folman
FILSTARTS: Bei den dies-jährigen Filmfestspielen in Cannes erntete die israelische Animations-Doku zehnminütige stehende Ovationen und euphorische Kritikerlob-preisungen. „Waltz With Bashir“ ist einerseits ein inhaltlich konventioneller Antikriegsfilm, zugleich aber auch der gelungene Versuch, dem Dokumentations-Genre einen jungen, modernen Anstrich zu verpassen, ohne dabei an Realitätsbezug oder Intensität einzubüßen. Die stilsicheren, kantigen Animationen passen sich perfekt in das Gesamt-konzept ein.
BILDER TRAILER IMDB press |

TRANSSIBIRIAN
Regie: Brad Anderson - Darsteller: Emily Mortimer, Woody Harrelson, Ben Kinsley
FILSTARTS: „Transsiberian“ ist ein im positiven Sinne seltsamer Film. Er schlägt gleich mehrere Haken, legt falsche Fährten und zitiert vergnügt aus zahlreichen Thrillern des letzten Jahrtausends. Lange ist überhaupt nicht klar, worauf das alles hinauslaufen soll. Die einen werden es dem Film als mangelnde Stringenz auslegen oder die Glaubwürdigkeit der Geschichte anzweifeln. Die Mehrzahl der Zuschauer wird es aber hoffentlich schaffen, den Film trotz seiner Kapriolen zu genießen und sich von Brad Andersons neuestem Streich fesseln zu lassen.
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THE DARK KNIGHT
USA 2008 - 152 min.
Regie: Christopher Nolan - Darsteller: Christian Bale, Michael Caine, Heath Ledger, Gary Oldman, Aaron Eckhart, Maggie Gyllenhaal
SPIEGEL ONLINE: Nie zuvor hat ein Hollywood-Blockbuster die Bilder des 11. September 2001 so gezielt zitiert, um das Publikum in Angst und Schrecken zu versetzen".
The Dark Knight ist einer der "düstersten Filme des Jahres", dessen Welt "metallisch kalt" wirkt. Farbe bringt allein der grellbunt geschminkte Joker ins Spiel, der von dem kürzlich verstorbenen Heath Ledger mit fiebriger Intensität dargestellt wird. Der Actionfilm "wird ein Diskurs über die Janus-köpfigkeit der Welt".
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WILDE UNSCHULD
USA / Spanien 2007 - 96 min.
Savage Grace -
Regie: Tom Kalin - Darsteller: Julianne Moore, Stephen Dillane, Eddie Redmayne, Elena Anaya, Unax Ugalde
SZ: Eine skandalöse Familien-geschichte mit einer genialen Julianne Moore stellt die selbst-zerstörerischen Tendenzen der High Society bloß.Tom Kalin untersucht, wer nun eigentlich einen Mann macht aus einem Jungen "Ich war der Dampf als Heiß und Kalt zu-sammentrafen". Kalin versucht den Punkt zu markieren, an dem die kühle Kalkulation des Aufstiegs von der Lust auf Lächerlichkeit überlagert wird und von der Tautologie: Männer tun, was Männer tun.
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SCHMETTERLING UND TAUCHERGLOCKE
F / USA 2007 - 112 min.
Le scaphandre et le papillon - Regie: Julian Schnabel - Darsteller: Mathieu Amalric, Emmanuelle Seigner, Marie-Josée Croze, Anne Consigny, Patrick Chesnais, Marina Hands, Max von Sydow.
Mit seinem dritten Film – nach "Basquiat" und "Before Night Falls" hat der in New York geborene Maler und Bildhauer Julian Schnabel ein Meister-werk geschaffen.Der Film ist von geradezu überwältigender Schönheit, von einem ungeheu-ren visuellen Einfallsreichtum, den Schnabel und sein Kameramann hier freisetzen. Neue Zürcher Zeitung
FAZ
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NO COUNTRY FOR OLD MEN
USA 2007 - 122 min.
Regie: Joel Coen, Ethan Coen - Darsteller: Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin, Woody Harrelson, Kelly MacDonald, Garret Dillahunt, Tess Harper.
Triumph der Coen-Brüder: "No Country for Old Men" ist der langsamste Thriller der Welt. Spannend ist er allemal, das fanden auch die Oscar-Juroren (4 OSCARS) Ein melancholi- sches Langgedicht von der un- rettbaren Gier und Gewalt und Gemeinheit des Menschen: „No Country for Old Men“, der Oscar-Triumphator, ist ein Klassiker im Augenblick seiner Geburt, der beste Film der Coen-Brüder seit „Fargo“.
DER SPIEGEL OSCARS
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INTO THE WILD
USA 2007 -148 min.
Regie: Sean Penn - Darsteller: Emile Hirsch, Marcia Gay Harden, William Hurt, Vince Vaughn, Brian Dierker.
Einfach abhauen, einfach gehen. Einfach weg, mal was anderes sehen. Auf diese Liedzeilen lässt sich der neue Sean-Penn-Film "Into The Wild" reduzieren. Sein Ausreißer wird an die Grenzen gehen,begleitet von der Musik Eddie Vedders. Der Pearl-Jam-Frontmann atmete jede Bewegung des Schauspielers Emile Hirsch, der einen wahren Kraftakt vollbringt. Und Sean Penn führt alles zusammen, als hätte er es selbst erlebt.
DER SPIEGEL INTERVIEWS
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DARJEELING LIMITED
USA 2007 - 105 min.
The Darjeeling Limited -
Regie: Wes Anderson Darsteller: Owen Wilson, Adrien Brody, Jason Schwartzman, Anjelica Huston, Irrfan Khan, Natalie Portman - Prädikat: besonders wertvoll. Wie man die eigenen Neurosen in vollen Zügen genießt, das zeigt Regisseur Wes Anderson auf gewohnt versponnene Weise. In "Darjeeling Limited" reisen drei Brüder per Bahn durch Indien - und mitten hinein in ein anrührendes Drama. DER SPIEGEL INTERVIEWS
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DRACHENLÄUFER
USA 2007 - 128 min.
The Kite Runner -
Regie: Marc Forster
Darsteller: Khalid Abdalla, Homayoun Ershadi, Zekiria Ebrahimi, Ahmad Khan Mahmoodzada, Shaun Toub, Ali Danesh Bakhtyari - Prädikat: besonders wertvoll. DRACHENLÄUFER ist die mitreißende Suche eines Mannes nach Vergebung. Ein faszinierendes emotionales Abenteuer - von den Geistern der Vergangenheit, Schrecken der Gegenwart und von der Hoffnung, die Drachen wieder am Himmel zu sehen. filmZ
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ELIZABETH
Großbritannien 2007 - 114 min.
Elizabeth: The Golden Age - Regie: Shekhar Kapur Darsteller: Cate Blanchett, Geoffrey Rush, Clive Owen, Abbie Cornish, Samatha Morton, Rhys Ifans.
Die Fortsetung steht im Prunk und schönem Score dem erfolgreichgen Vorgänger in n ichts nach. Cate Blanchett ist eigentlich immer noch zu jung, um die – historisch zum Zeitpunkt des Konflikts mit Maria Stuart bereits über 50-jährige – Regentin darzustellen. Dennoch stellt sie mit ihrer Performance nun sogar Bette Davis ("The Virgin Queen", 1955) in den Schatten.
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MEIN BESTER FREUND
Frankreich 2006 - 94 min.
Mon meilleur ami -
Regie: Patrice Leconte Darsteller: Daniel Auteuil, Dany Boon, Julie Gayet, Julie Durand, Jacques Mathou, Marie Pillet, Elisabeth Bourgine, Henri Garcin. Weil alles ein klein wenig kitschig und ein bisschen vorhersagbar ist, ist dies gewiss nicht Patrice Lecontes bester Film (einer seiner erfolgreich- sten schon: Millionen Zuschauer im Mutterland). Aber gerade in der Vorweih-nachtszeit ein echter Geheim-tipp für die unter- drückte Mehrheit derjenigen, die im Kino nicht gequält werden wollen, sondern gewärmt.
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PLANET TERROR
USA 2007 - 102 min. Grindhouse - Planet Terror - Regie: Robert Rodriguez Darsteller: Rose McGowan, Freddy Rodriguez, Marley Shelton, Michael Biehn, Josh Brolin, Stacy Ferguson, Jeff Fahey. Wo "Tarantino mit Death Proof noch Originalität beweisen will, ist Planet Terror eine so wilde Mischung aus Genreversatzstücken, dass man schon vor dem Mut zur Collage in die Knie geht. Mit Rose McGowan, die als Beinprothese ein Maschinen-gewehr trägt, hat Robert Rodriguez "eine Leinwandikone geschaffen epd Film
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ZUSAMMEN IST MAN WENIGER ALLEIN
Frankreich 2007 - 97 min. Ensemble, c'est tout -
Regie: Claude Berri Darsteller: Audrey Tautou, Guillaume Canet, Laurent Stocker, Françoise Bertin, Alain Sachs, Firmine Richard, Béatrice Michel.
Drei verschrobene Singles treffen in einer Pariser WG aufeinander - Resultat: Liebe. Regisseur Claude Berri verfilmt Anna Galvadas Bestseller "Zusammen ist man weniger allein" als Märchen von der Mitmenschlichkeit, das niemandem weh tut und trotzdem hübsch anzusehen ist. SPIEGEL
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DUNKELBLAUFASTSCHWARZ
Spanien 2006 - 105 min
AzulOscuroCasiNegro -
Regie: Daniel Sánchez Arévalo Darsteller: Quim Gutiérrez, Marta Etura, Antonio de la Torre, Héctor Colomé, Raúl Arévalo, Eva Pallarés, Roberto Enríquez.
'Dunkelblaufastschwarz' ist eine Farbe, die sich nicht leicht bestimmen lässt, und auch der Film lässt sich nicht auf eine grundsätzliche Tonalität festlegen, sondern verbindet virtuos verschiedene Episoden und Handlungsstränge in ihren ganz unterschiedlichen, tragischen, dramatischen, sozialkritischen, komischen und grotesken Stimmungslagen. filmdienst
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DEATH PROOF
USA 2007 - 113 min.
Grindhouse - Death Proof - Regie: Quentin Tarantino -Darsteller: Kurt Russell, Sydney Tamiia Poitier,Vanessa Ferlito, Jordan Ladd, Zoë Bell, Rosario Dawson,Tracie Thoms
Death Proof feiere "virtuos das Virtuosentum des Tarantino-Kinos – und sonst gar nichts". Die Action in diesem Film gehöre "zum Besten, was man seit langem im Kino gesehen hat". Tarantino möge ein "Erzironiker" sein, aber seine Actionszenen "zelebriert er mit Ingrimm – atemberaubend in Bewegung und Gewalt und voller Verachtung für die Lehnstuhl-Action der Computer-und Pixel-Illusionisten". Tagesspiegel
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IRINA PALM
Belgien / Deutschland / Luxemburg / Großbritannien / Frankreich 2006 - 103 min.
Regie: Sam Garbarski - Darsteller: Marianne Faithfull, Miki Manojlovic, Kevin Bishop, Siobhán Hewlett, Dorka Gryllus
Dem Film fehle es "an gar nichts, nicht einmal an Ecken und Kanten"; er bietet "großartige Kinounterhaltung: frisch, frivol und märchenhaft hoffnungsfroh". Am Ende ergibt das ein kleines Genre-Meister- werk in Gestalt einer runden, leichthändig inszenierten Tragikomödie. Ein Film zum Weinen vor Glück und Rührung und zum Tränenlachen. Einfach perfekt. filmdienst
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ANOTHER GAY MOVIE
USA 2006 - 92 min.
Regie: Todd Stephens -
Darsteller: Michael Carbonaro, Mitch Morris, Jonathan Chase, Ashlie Atkinson, Graham Norton, Lypsinka, Scott Thompson, Jonah Blechman, Stephanie McVay, Megan Saraceni, Darryl Stephens.
Es ist die dreckigste, umwer-fendste und skandalträchtigste Komödie, die jemals ihr Coming -Out gefeiert hat. „ANOTHER GAY MOVIE“ ist in jeder Minute ein Knaller und nicht zuletzt das perfekte Bauchmuskeltraining. Ein brillantes Schauspiel-ensemble garantiert ein Coming loud statt Coming out.Pro-Fun
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ALPHA DOG
USA 2006 - 117 min.
Regie: Nick Cassavetes - Darsteller: Emile Hirsch, Justin Timberlake, Bruce Willis, Sharon Stone, Ben Foster, Anton Yelchin, Dominique Swain, Charity Shea.
Die "wohlstandsverwahrlosten Jugendlichen aus den Villenghettos", die Cassavetes uns hier vorführt, "sind keine Rebellen gegen enge gesells-chaftliche Konventionen wie einst James Dean in den fünfziger Jahren; im Gegenteil, es sind verlorene, seltsam dumpfe Schattenboxer, die eine Reibungsfläche suchen, um sich in ihrem mit Konsum, Status und Reichtum wattierten Leben noch zu spüren", NNZ
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PARIS JE T'AIME
Frankreich 2006 - 120 min.
Regie: Joel & Ethan Coen, Nobuhiro Suwa, Olivier Assayas, Gus Van Sant, Gérard Depardieu -
Darsteller: Emilie Ohana, Julie Bataille, Steve Buscemi, Axel Kiener, Juliette Binoche, Willem Dafoe, Orlando Bloom.
"Paris, je t’aime" ist eine üppige, bildschöne Liebeserklärung, eine mit Stars wie Willem Dafoe, Nick Nolte oder Fanny Ardant gespickte Hommage an ein Paris der Touristen, der Lieben- den und der Filmemacher. Die Hauptstadt der Liebe selbst in den Vordergrund, wird Protago-nistin einesGesamtkunstwerks, das sich aus vielenkleinen Kino- pretiosen zusammensetzt.
filmdienst
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SIE SIE SIND EIN SCHÖNER MANN
Frankreich 2005 - 97 min.
Je vous trouve très beau - Regie: Isabelle Mergault - Darsteller: Michel Blanc, Medeea Marinescu, Wladimir Yordanoff, Benoît Turjman, Eva Darlan, Elisabeth Commelin,
Valérie Bonneton,Julien Cafaro,
Valentin Traversi.
Der "Landwirtschaftsfilm neueren Typs" zeigt den Bauer „von allem weiter weg“, vor allem vom Menschen, „erst recht vom Mitmenschen“. Die „Gemütskargheit“ des Bauern komme der „Lakonie der neueren Filmsprachen“ entgegen, „allzeit nah dran“ am schwarzen Humor. Trotzdem trägt der Film „viel Zärtlichkeit“ und „viel Wärme“ in sich.
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BABEL
USA 2006 - 144 min.
Regie: Alejandro González Iñárritu -
Darsteller: Brad Pitt, Cate Blanchett, Gael García Bernal, Koji Yakusho, Rinko Kikuchi, Adriana Barraza, Jamie McBride, Lynsey Beauchamp, Mahima Chaudhry.
Tatsächlich ist es vielleicht genau diese Simplizität, die Babel zu einem der erstaunlichsten Kino-Ereignisse des Jahres macht. Nach 140 Minuten auf drei komplexen Handlungsebenen mit jeweils eigener betörender Farbensprache und Ästhetik, gesprochen in insgesamt vier verschiedenen Sprachen, steht am Ende die banale Erkenntnis, dass die Menschen sich einfach nicht verstehen. SPIEGEL
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LITTLE MISS SUNSHINE
USA 2006 - 99 min
Regie: Jonathan Dayton, Valerie Faris - Darsteller: Greg Kinnear, Toni Collette, Steve Carell, Paul Dano, Abigail Breslin, Alan Arkin.
Ein überzeugenderes Hohelied auf die Familie als dieses freche, subversive Road Movie ist schon lange nicht mehr gesungen worden. Ohne Slapstick-Eskapaden oder peinliche Gags lebt der Film ganz von seinem vorzüglichen Drehbuch, das Charaktere wie Situationen liebevoll auf- und ausbaut, und einem hervor-ragenden Darstellerensemble, das die Figuren bei aller Komik nie der Lächerlichkeit oder albernen Klischees preisgibt.
filmdienst
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SHORTBUS
USA 2006 -
Regie: John Cameron Mitchell - Darsteller: Lee Sook-Yin, Paul Dawson, Lindsay Beamish, PJ DeBoy, Raphael Barker, Jay Brannan, Peter Stickles, Justin Bond.
Mitchell ist mit Shortbus das Kunststück gelungen, einen Film mit viel Klamauk und abstrusen Szenen zu beginnen und ihn dann an Tiefgang und Ernst-haftigkeit zunehmen zu lassen, ohne dass die Handlung an Spannung verliert. Gekrönt wird das Ganze mit einem furiosen Finale, das selbst so manchen Bollywood-Block-buster alt aussehen lässt. Welt
Am Ende kann sich kaum jemand im Saal einem Gefühl überschäumender Verbrü- derung entziehen. FRS
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HALAM FOE
Großbritannien 2007 - 96 min.
Regie: David Mackenzie - Darsteller: Jamie Bell, Sophia Myles, Ciarán Hinds.
Hallam Foe ist eine Liebeserklärung an die Stadt Edinburgh, an die "geheimnis-vollen Verschnör-kelungen" ihrer Architektur, in der sich "natürlich auch die verschlungene Seelenland-schaft des Protagonisten spiegeln soll. Der Film ist aber auch eine "hippe, marktorien-tierte Adoleszenzgeschichte für Franz Ferdinand-Hörer". Mit Jamie Bell kehren endlich die schmalschultrigen, roman-tischen Taugenichtse auf die Leinwand zurück, mit ihrer Bestimmung in einer patriar-chalen Kultur und ihrer sexuellen Identität. SPIEGEL
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SCOOP
Großbritannien / USA 2006 -
95 min. Regie: Woody Allen - Darsteller: Scarlett Johansson, Woody Allen, Hugh Jackman, Ian McShane, Romola Garai, Matt Day, Kevin McNally.
Scoop ist die Farce, die der Tragödie Match Point folgt. Die Handlung ist weniger tragisch, als auf eine angenehm altmodische Weise komisch, was auch an der "Präsenz von Allen selbst" liege; er spiele sich hier als "Fossil einer vergangen Ära" und hat das "stadtneurotische Kostüm des Intellektuellen auf der Couch" abgelegt. Geblieben ist der "misstrauische alte Jude, der die Spießer, für die er den Clown macht, im Grunde verachtet". Welt
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DEUTSCHLAND - EIN SOMMERMÄRCHEN
Deutschland 2006 - 108 min.
Regie: Sönke Wortmann - Darsteller: (Mitwirkende) Jürgen Klinsmann, Joachim Löw, Oliver Bierhoff, Bastian Schweinsteiger, Lukas Podolski.
Man hat es fast schon vergessen: 2006 sorgte die deutsche Nationalelf bei der Fußball-WM für ein anderes, euphorisches Deutschland-gefühl. Sönke Wortmanns Film holt die Emotionen zurück. Zugleich aber ist er auch eine Innenaufnahme deutscher See- lenzustände im Sommer 2006, das Protokoll einerVeränderung, die Skizze einer neuen Gene- ration, das bewegten und bewegende Album eines ande-ren Lebensgefühl. SPIEGEL
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ADAMS ÄPFEL
Dänemark 2005 - 93 min.
Adams Æbler -
Regie: Anders Thomas Jensen Darsteller: Ulrich Thomsen, Mads Mikkelsen, Nikolaj Lie Kaas, Paprika Steen, Nicolas Bro, Ali Kazim, Gyrd Løfqvist, Lars Ranthe, Ole Thestrup. Was für ein kluger, absurder, urböser, eiskalter, mitleidslos-mitleidsvoller, wunderbarer Film! Die "Lakonie", mit der Jensen seine Geschichte aufbaut und ein verschrobenes Detail auf das nächste setzt, macht Adams Äpfel zu einem "uner- reichten Kleinod in der Filmo-grafie Gottes". Tagesspiegel
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WER FRÜHER STIRBT IST LÄNGER TOT
Deutschland 2006 - 104 min.
Regie: Marcus H. Rosenmüller Darsteller: Markus Krojer,
Fritz Karl, Jule Ronstedt, Jürgen Tonkel, Saskia Vester, Franz Xaver Brückner, Johann Schuler, Sepp Schauer.
Ein estaunlicher Debütfilm der Volkstheater und Lausbuben-geschichte in einem ist und der sich die Freiheit nimmt, vom Tod als selbstverständlichem Teil des Lebens zu erzählen. Der waschechte Mundartfilm belebt die bayrische Idylle mit dem Bilder-kosmos eines naiven katholischen Glaubens und zieht daraus immer wieder schöne Effekte zwischen Bauerntheater und kindlichen Höllenfantasien. filmdienst
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VOLVER
Spanien 2006 - 120 min.
Regie: Pedro Almodóvar - Darsteller: Penélope Cruz, Carmen Maura, Lola Dueñas, Blanca Portillo, Antonio De La Torre. Almodóvar hat einen wunderbar männerfeindlichen Film gedreht. Der Film ist eine Hymne auf den Mut und die Strahlkraft der Frauen gewor- den, denen männliche Zumu- tungen ebenso wenig anhaben können wie die Gesetze der Zeit. Ein Frauenfilm, wie er wohl nur von einem schwulen Mann gedreht werden kann, der die Frauen liebt, aber nicht begehrt. Nur so jemand kann weibliche Schönheit feiern, ohne die Figuren noch in den verfäng-lichsten Kameraeinstellungen zumObjekt zu degradieren. SPIEGEL
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BREAKFAST ON PLUTO
Irland / Großbritannien 2005 - 129 min. Regie: Neil Jordan -
Darsteller: Cillian Murphy, Liam Neeson, Ruth Negga, Laurence Kinlan, Stephen Rea, Brendan Gleeson, Conor McEvoy, Gavin Friday, Ian Hart, Bryan Ferry. Wo der gängige Transvestiten-Film die Kunst der Selbst-Insze-nierung feiert, die Freude am Oberflächlichen, geht Jordan eine Stufe weiter, indem er die Lust an der Verkleidung, die Verweigerung des Ernstes als radikale und absolut anti-ideologische Selbstbehaup-tungsstrategie zeigt. Dass Breakfast on Pluto unterm Strich doch als wahres Feelgoodmovie erscheint, liegt nicht zuletzt am wundervollen Soundtrac
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HOSTEL
USA 2005 - 93 min.
Regie: Eli Roth -
Darsteller: Jay Hernandez, Derek Richardson, Eythor Gudjonsson, Barbara Nedeljáková, Rick Hoffman, Jana Kaderabková, Jan Vlasák, Jennifer Lim. Die sadistischen Szenen in "Hostel" erinnern unweigerlich an die Folterbilder aus dem Irak.Horrorfilme helfen, die eigene Angst zu verstehen. Der Film zeige, dass es Feinde gibt, auf die unser vermeintlich allmächtiger Dollar keinen Einfluss hat. Die sonderbare Unterhaltung des Horrorkinos es schafft potente Alptraum-bilder zu produzieren, die unse-re gegenwärtigen Schrecken reflektieren und für anderthalb Stunden auf die Leinwand bannen. Eli Roth SPIEGEL
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DIE ZEIT DIE BLEIBT
Frankreich 2005 - 86 min.
Le temps qui reste -
Regie: François Ozon - Darsteller: Melvil Poupaud, Jeanne Moreau, Valeria Bruni-Tedeschi, Daniel Duval, Marie Rivière, Christian Sengewald. Nur einmal öffnet ein junger Mann sein Herz, und das ist das Herzstück des Films. Er besucht seine Großmutter auf dem Land, gespielt von Jeanne Moreau, einer maje-stätischen Erscheinung, einer unwürdigen Greisin, einer wun-derbaren Frau, der Summe aller Rollen, die sie bisher gespielt hat. (...) Das sind großartig knapp skiz-zierte Szenen, die eine ganze Beziehung erzählen und Raum lassen für die Trauer und alles, was der Film und sein Held in sich verschlossen tragen. FAZ
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THE BIG WHITE
USA / Kanada / Neuseeland 2005 - 100 min.
Regie: Mark Mylod -
Darsteller: Robin Williams, Holly Hunter, Woody Harrelson, Giovanni Ribisi, Alison Lohman, Tim Blake Nelson, W. Earl. Dieser Film weist weniger die Grimmigkeit als die Absurdität und den Witz einer perfektern schwarzen Komödien auf. Eine Stärke des Films liege darin, dass er höchst ambivalente Protagonisten zeichnet, die ernsthaft versuchen, in der Kälte des ewigen Winters mehr oder minder geschickt zu überleben. Als Zuschauer könne man sich dem uneinge-schränkten Genuss hingeben, sich einmal ganz auf der falschen Seite des Gesetzes wohl fühlen zu dürfen. filmdienst
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BROKEBACK MOUNTAIN
USA 2005 - 134 min.
Regie: Ang Lee -
Darsteller: Heath Ledger, Jake Gyllenhall, Anne Hathaway, Michelle Williams, Randy Quaid, Kate Mara, Linda Cardellini, Graham Beckel, Mary Liboiron- Die WELT schreibt: Brokeback Mountain ist ein Meilenstein, weil er Homosexualität normalisiert. Bisher hatte Kino Schwulsein verdammt, bemitleidet, gefeiert oder eine bürgerrechtliche Lanze dafür gebrochen. Für Ang Lee jedoch ist die Tragödie von Ennis und Jake allgemein-gültig wie die von Romeo und Julia, eine von den Konven-tionen verbotene Liebe, deren Tabu-Grund zufällig das Ge- schlecht ist, aber genauso in Stand, Religion oder Volkszuge-hörigkeit begründet sein könnte.
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MATCH POINT
USA / Großbritannien 2005 - 123 min. Regie: Woody Allen - Darsteller: Scarlett Johansson, Jonathan Rhys-Meyers, Emily Mortimer, Brian Cox, Matthew Goode, Penelope Wilton.
Match Point ist ein Woody-Allen-Film ohne Woody Allen - ein Woody-Allen-Film, wie man noch keinen gesehen und wie man ihn auch eigentlich kaum mehr erwartet hat. Der Regis-seur zeige hier zum ersten Mal, wie gut er sich aufs Handwerk des Regieführens versteht, wenn sich mal nicht alles um ihn dreht. Mit einem fast unbarm-herzigen Sinn fürs Wesentliche verharrt er bei jeder Situation nur gerade lange genug, um seinen Punkt zu machen.: Aufschlag, Return, Volley am Netz, Treffer. FAZ
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DER EWIGE GÄRTNER
Großbritannien / Kenia / Deutschland 2005 - 128 min. The Constant Gardener -
Regie: Fernando Meirelles - Darsteller: Ralph Fiennes, Rachel Weisz, Danny Huston,
Politkino mit Herz: Fernando Meirelles verfilmte John le Carrés Bestseller als anrüh-rend-engagiertes Liebesdrama vor dem Hintergrund der erschütternden Krisen Afrikas. Es bleibt für uns in jedem denkwürdigen Moment ersichtl-ich, warum "Der ewige Gärtner" das Herz erreicht, ohne zu verblenden und zugleich an den kritischen Verstand appelliert, ohne zu predigen. Und warum man bereits im Januar mit aller Gewissheit von einem der besten Filme des Jahres spre-chen kann und muss. SPIEGEL
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KING KONG
Neuseeland / USA 2005 -
188 min. Regie: Peter Jackson Darsteller: Naomi Watts, Jack Black, Adrien Brody, Thomas Kretschmann, Colin Hanks, Jamie Bell, Evan Parke, Kyle Chandler, Andy Serkis.
Falls je in Frage stand, ob einem computergenerierten Bilds-chirmgeschöpf eine unsterbliche Seele gegeben werden könne, muss man Auge in Auge mit diesem King Kong sagen: aber ja. Die Verfolgungsjagden und Kampfszenen sind von einem Einfallsreichtum und einer technischen Bravour, wie man es, ganz ehrlich, im Kino noch nicht gesehen hat und machen Jacksons Film zu einem "epochalen Schaustück in der Geschichte der Filmtrickkunst".
SPIEGEL
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CORPSE BRIDE
Großbritannien / USA 2005 -
75 min
Tim Burton's Corpse Bride - Regie: Tim Burton und Mike Johnson gelingt ein
"furioses Spektakel", das den Eindruck eines vollgestellten Kinderzimmers erwecke, angefüllt mit Gimmicks und Referenzen aus der Asserva-tenkammer des europäischen Mystizismus: Slawische Begräbnisrituale, Danse Macabre-Ikonografien, heidnischer Synkretismus, obskure literarische Quellen - aber jeder Einwand verblasst angesichts dieser wunder-schönen, todtraurigen und unmöglich-tragischen Liebesgeschichte, die Corpse Bride erzählt. taz
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SIN CITY
USA 2005 - 124 min.
Regie: Robert Rodriguez - Darsteller: Bruce Willis, Clive Owen, Jessica Alba, Rosario Dawson, Benicio Del Toro, Mickey Rourke, Brittany Murphy, Elijah Wood, Josh Hartnett, Jaime King.
Es sind die Bilder, die diesen Film, zu einem der visuell beeindruckendsten Werke der jüngeren Kinogeschichte, machen. Sin City ist in seiner episodischen Struktur, seiner bis ins Absurde stilisierten Gewalt und seinem haarsträu-bendem Humor 'Pulp Fiction' in Vollendung - ein grandioses Stilexperiment von Cineasten für Cineasten. Alles ist eins zu eins an Sin City, die Botschaft ist das Bild." SPIEGEL
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CHARLIE UND DIE SCHOKOLADENFABRIK
USA / Großbritannien 2005 - 115 min. Charlie and the Chocolate Factory -
Regie: Tim Burton -
Darsteller: Johnny Depp, Freddie Highmore, Helena Bonham Carter, SPIEGEL:
Die ausufernde, grellbunte Optik, die wilden Computertricks und allerlei cineastische Anspie-lungen (in einer Szene etwa persifliert er Kubricks 2001) sind ein exzentrisches Vergnügen und dabei nie Selbstzweck. Ausge-rechnet dieser Film über nähr-wertarmen Süßkram ist kein schlichtes Popcorn-Kino gewor-den und bei allem Witz und Wahnsinn, letztlich ein erstaunlich radikales Plädoyer, den Kindern das Recht zu ge-ben, in Würde kindisch zu sein.
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MEERESFRÜCHTE
Frankreich 2004 - 90 min.
Crustacés et Coquillages - Regie: Olivier Ducastel, Jacques Martineau - Darsteller: Valeria Bruni-Tedeschi, Gilbert Melki, Jean-Marc Barr, Jacques Bonnaffé. Die federleichte Komödie zeigt eine typisch französische Familie im Urlaub an der Cote d'Azur - nur dass der brave Familienvater plötzlich seine unterdrückte Homosexua-lität wieder entdeckt, der halb-wüchsige Sohn nur vorgibt, schwul zu sein und notorisch unter der Dusche masturbiert, während die hypertolerante Mutter (phantastisch: Valeria Bruni-Tedeschi) plötzlich Skrupel wegen ihrer Langzeit-Affäre bekommt. Am Ende sind alle glücklich und vereint, jeder nach seiner Facon. SPIEGEL
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GARDEN STATE
USA 2004 - 102 min.
Regie: Zach Braff -
Darsteller: Zach Braff, Natalie Portman, Ian Holm, Peter Sarsgaard, Ron Leibman, Method Man. Chronische Lügnerin küßt notorischen Traumwandler wach. "Garden State" entfaltet sich mit seinen wohldosierten Skurrilitäten und seinem wunderbar somnam-bulen Rhythmus zum Panop-tikum einer durch und durch verstrahlten Generation. Es gibt tolle absurde Sequenzen. Unter anderem Hamsterbeerdigungen, Alligatoren auf Schlittschuhen, Ritter mit Klingonisch-Kennt- nissen beim Frühstück. Wer bei Anderson immer etwas ratlos im Kinosessel sitzt, weiß bei Braff genau, was man zu fühlen hat. Welt
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MILLION DOLLAR BABY
USA 2004 - 132 min.
Regie: Clint Eastwood - Darsteller: Clint Eastwood, Hilary Swank, Morgan Freeman, Jay Baruchel, Mike Colter, Lucia Rijker, Brian O’Byrne, Anthony Mackie. Million Dollar Baby ist in vielerlei Hinsicht frischer und kompromissloser und mutiger als das meiste, was junge Filmemacher zu bieten haben. Eastwoods "dichteste Arbeit" ist nicht sentimental, sondern schmerzlich, so ehrlich und bewegend, dass man sich gar nicht vorstellen kann, es könnte ihm noch einmal mehr dazu einfallen, als hätte er bereits alles hineingelegt, was er in sei-nem Innersten hat finden kön-nen. In Wahrheit sei das zentra-le Thema nicht die Sterbehilfe, sondern "was Liebe ist". SZ
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TIEFSEETAUCHER
USA 2004 - 119 min.
The Life Aquatic with Steve Zissou - Regie: Wes Anderson Darsteller: Bill Murray, Owen Wilson, Cate Blanchett, Anjelica Huston, Willem Dafoe, Jeff Goldblum. Anderson kommen-tiert die Genres "Tierdokumen-tation, Abenteuer, Ehedrama" und "Vater-Sohn-Geschichte. Vor allem den Hochglanzaus-gaben dieser Genres sagt er Kampf an, nimmt ihnen jeden illusionistischen Charakter und entlarvt – mit seinem zugleich billig wirkenden und völlig artifiziellen Film, den treffenden Dialogsätzen und behutsam ausbalancierten Szenen bes-ser deren Charakter eines rei-nen Kunstpro-duktes, als es jede auf bloße Gags hin konzi-pierte Parodie könnte.filmdienst
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MATHILDE -
EINE GROSSE LIEBE
Frankreich / USA 2004 -
133 min. Un Long Dimanche de Fiançailles -
Regie: Jean-Pierre Jeunet - Darsteller: Audrey Tautou, Gaspard Ulliel.
Darf man Jeunets bonbonbunte "Amélie" und Kubricks schwarz-weiß-grimmigen "Wege zum Ruhm"-Realismus kreuzen?
Daß diese Balance gelingt, liegt einerseits an der erzählerischen Meisterschaft Jean-Pierre Jeunets. Er hält seine mäan-dernden Handlungsfäden straff in der Hand und findet trotzdem Platz für prägnante Episoden. Er macht sich die Spezialeffekte untertan und bewegt seine Figuren zwar wie ein Puppen-spieler, degradiert sie aber nie zu Marionetten. WELT
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HOUSE OF THE FLYING DAGGER
China 2004 - 120 min.
Shi mian mai fu -
Regie: Zhang Yimou - Darsteller: Takeshi Kaneshiro, Andy Lau Tak Wah, Zhang Ziyi, Song Dandan, Anita Mui - Prädikat: wertvoll. Dieser Film ist so unbeschreiblich und so verwirrend schön wie die Hauptdarstellerin Zhang Ziyi" Jeder Schwertkampf dieses ro-mantischen Abenteuerfilms ist ein existenzialistisches Ballett, näher am Musical als an her-kömmlichen Actionfilmen. FREin "riesiges, opernhaftes Spektakel bei dem einem staunend die Augen aus dem Kopf fallen. House of Flying Daggers stellt den Ritterschlag für den SChwertkampffilm dar.WELT
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DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI
Deutschland / Österreich 2004 126 min.
Regie: Hans Weingartner -
Darsteller: Daniel Brühl, Julia Jentsch, Stipe Ercegdie. Sehr gut, die Mischung aus unge-schichtlicher Unschuld, Pene-tranz und sympathischer Chuzpe mit der sich der Film über den postmodernen Generalverdacht, dass alles schon mal gedacht, gesagt, skandiert, kopiert und persifliert wurde hinwegsetzt: In "Die fetten Jahre sind vorbei" ist die Revolution in letzter Instanz eine formale und ästhetische Frage, was sie allerdings nicht weniger ernsthaft macht. ZEIT
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DER MASCHINIST
Spanien / USA 2004 - 101 min. The Machinist -
Regie: Brad Anderson - Darsteller: Christian Bale, Jennifer Jason Leigh.
Anders als in verwandten Filmen wie Memento steht im Zentrum von Der Maschinist kein zeitgeistiges Gedanken-spiel, sondern ein sehr klassischer moralischer Konflikt: Die Frage nämlich, in welcher Form man sich einer Schuld stellen muss. Dabei ist es eindrucksvoll, mit welcher Radikalität Anderson und Bale das Psychogramm eines Menschen zeichnen, der ins Leben zurückfindet, weil er es schafft, sich verdrängten moralischen Prinzipien zu stellen. Frankfurter Rundschau
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DIE REISE DES JUNGEN CHE
USA / Deutschland / Großbritannien 2004 - 126 min.
Diarios de motocicleta -
Regie: Walter Salles - Darsteller: Gael García Bernal, Rodrigo de la Serna, Mía Maestro, Mercedes Morán.
Ein "zutiefst leidenschaftliches und uneitles Coming-of-Age-Movie", das "mit heiteren Episoden beginnt, um später ernst über Lebensanschau-ungen und politische Notwendig-keiten zu referieren". Gael Garcia Bernal spiele die Hauptfigur so, dass man "nicht den Blick von ihm abwenden kann". Blickpunkt Film
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LA MALA EDUCATION
Spanien 2004 - 106 min.
La Mala Educación -
Regie: Pedro Almodóvar - Darsteller: Gael García Bernal, Fele Martínez, Daniel Giménez-Cacho, Javier Cámara, Lluis Homar. Almodóvar hat die Kunst des Melodrams zu jener Vollen-dung geführt, der Deutschlands Rainer Werner Fassbinder zustrebte. La mala educación erscheine vordergründig zwar als Abrechnung mit der bigotten Sexualmoral der katholischen Kirche,ist aber alles andere als eindimensional verengt auf eine wohlfeile Anklage gegen engstirnige Religiosität. Der Film ist auch und gerade eine faszinierend unterhaltsame Reflexion über das Spannungs-verhältnis von Fiktion und Realität. SZ
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SOMMERSTURM
Deutschland 2004 - 98 min.
Regie: Marco Kreuzpaintner - Darsteller: Robert Stadlober, Kostja Ullmann, Alicja Bachleda-Curus, Tristano Casanova, Marlon Kittel, Miriam Morgen-stern, Hanno Koffler.
Der Film um pubertäre Irrungen, Gefühlswirbelstürme und die Entdeckung homosexueller Empfindungen ist deshalb so schön ungeschönt geworden, so leicht dahingeworfen und gleichzeitig reif, weil die Beteiligten genau wissen, worum es geht, schließlich sind sie alle sehr jung. Und dieses Lächeln, wenn sich Stadlobers Mundwinkel am Ende der kurzweiligen Geschichte nach oben ziehen, trägt man gerne mit ins Leben hinaus. SZ
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KEN PARK
USA / Niederlande / Frankreich 2002 - 95 min.
Regie: Larry Clark, Edward Lachman - Darsteller: James Ransone, Tiffany Limos, Stephen Jasso, James Bullard, Mike Apaletegui,Adam Chubbuck. Ein wunderbarer Film: Clark und sein als Mitregisseur firmierender Kameramann Ed Lachman sind ihren Darstellern so nahe gekommen, erwecken eine solche Natürlichkeit in ihnen, dass im Vergleich das offizielle Teenagerkino dem Fantasy-Genre zuzuschreiben wäre. Nichts buhlt um Aufmerksam-keit, am wenigsten die expliziten Sexdarstellungen. Clark und Lachman haben dem Erzählkino eine neue Tür geöffnet.... FR
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MAMBO ITALIANO
Kanada 2003 - 89 min.
Regie: Émile Gaudreault - Darsteller: Luke Kirby, Ginette Reno, Stéphanie Vecchio, Claudia Ferri, Peter Miller.
Ein guter italienischer Sohn bleibt nun mal bis zur Hochzeit zu Hause wohnen. Er zieht aber mit Kumpel Nino zusammen. Katastrophe in Little Italy. Die beiden teilen sich nicht nur die Wohnung sondern auch das Bett. Scharfe Pasta und heiße Armore, dazu eine valiumsüchtige Schwester, eine Nymphomanin, ein untreuer und ein neuer Lover. Und eine Family außer Rand und Band.Mamma Mia. kino.de
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KILL BILL 2
USA 2004 - 136 min.
Regie: Quentin Tarantino - Darsteller: Uma Thurman, David Carradine, Gordon Liu, Daryl Hannah, Michael Madsen, Michael Parks, Bo Svenson, Sonny Chiba, Vivica A. Fox, Lucy Liu, Samuel L. Jackson, Caitlin Keats. Tarantinos "Schlüsselwerk". Er orientiert sich an den uralten Regeln der Shaolin. Man muss schon jahrelang in die Lehre gegangen sein, in billigen Vorort-Kinos trainiert und sein Leben in die Hand der großen Regisseure gegeben haben. Nur wer den Meistern Respekt erweist, kann einmal selbst einer werden. Und muss doch ein Leben lang Lehrling bleiben. SZ
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ELEPHANT
USA 2003 - 81 min.
Regie: Gus Van Sant - Darsteller: Alex Frost, Eric Deulen, John Robinson, Elias McConnell, Jordan Taylor, Carrie Finklea, Nicole George, Brittany Mountain, Alicia Miles, Kristen Hicks, Bennie Dixon, Nathan Tyson. Dieser Film ist der bedeutendste des letzten Jahres: Selbst nach dem Einbruch des Unfassbaren feiert er die Dinge des Lebens, die auch nach dem Schrecken nicht aufhören wollen, weiterhin zu existieren. In Elephant geht es um eine künstlerische Bewältigung des Lebens selbst. Das ist pathetisch und einfach zugleich. FR
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BIG FISH
USA 2003 - 125 min.
Regie: Tim Burton -
Darsteller: Ewan McGregor, Albert Finney, Billy Crudup, Jessica Lange, Helena Bonham Carter, Alison Lohman, Robert Guillaume, Marion Cotillard, Steve Buscemi.
Big Fish ist
der der verspätete Urfilm, in den sich Burtons Kinomärchen Edward mit den Scherenhänden, Sleepy Hollow, Batman, Ed Wood und Mars Attacks nachträglich wie einzelne achronologische Schwankepisoden einfügen. Die Bildregie ist grandios. Im Zentrum stehen die zahlreichen männlichen Charaktere, jeder für sich eine charismatische Figur in Edwards Ein-Mann-Fantasterei. Filmdienst
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MONSIEUR IBRAHIM
Frankreich 2003 - 95 min.
Monsieur Ibrahim et les Fleurs du Coran -
Regie: François Dupeyron - Darsteller: Omar Sharif, Pierre Boulanger, Gilbert Melki, Isabelle Renauld, Lola Naymark, Anne Suarez, Mata Gabin,
Monsieur Ibrahim ist ein kleines ganz und gar weltliches Filmwunder, weil Regisseur Dupeyron aus der Vorlage für ein rührseliges Melodrama ein unmodisches, unprätentiöses Lehrstück über Fatum und Fatalismus hat werden lassen.
Züricher Zeitung
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FRÜHLING,SOMMER, HERBST, WINTER . . . UND SOMMER
Südkorea / Deutschland 2003 - 102 min. Regie: Kim Ki-Duk -
Darsteller: Oh Young-Su, Kim Ki-Duk, Kim Young-Min, Seo Jae-Kyung, Ha Yeo-Jin.
Während um sie herum die Jahreszeiten ihren Lauf nehmen, ist jede Lebensphase eines alten Mönches und seines Schülers von einer Intensität durchdrungen, die sie zu einer tieferen Spiritualität führt – und in eine Tragödie. Kim Ki-Duk stellt sein außerordentliches Talent unter Beweis, emotional komplexe Geschichten mit Bildern in einer Schönheit, die nicht von dieser Welt scheint, zu erzählen. filmZ
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SCHOOL OF ROCK
USA / Deutschland 2003 -
109 min.
Regie: Richard Linklater -
Darsteller: Jack Black, Joan Cusack, Mike White, Sarah Silverman, Joey Gaydos Jr., Maryam Hassan, Kevin Clark, Rebecca Brown, Robert Tsai.
Jetzt, da HipHop zur Blaupause für Erfolg im Musikgeschäft geworden ist und Innovation zur Sache von Produzenten und Designern, wirkt School of Rock wie eine liebenswürdige Antiquität, ohne verstaubt zu sein. Nicht zuletzt wegen Black, dem legitimen Erben des unvergesslichen Rock-Komikers und Blues Brothers John Belushi, ist Regisseur Richard Linklater ein Stück Gegenkultur mit den Mitteln des Mainstream gelungen. SPIEGEL
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21 GRAMM
USA 2003 - 125 min. 21Grams Regie: Alejandro González Iñárritu - Darsteller: Sean Penn, Benicio Del Toro, Naomi Watts, Charlotte Gainsbourg, Melissa Leo, Clea DuVall. Man sagt, dass 21 Gramm das Gewicht ist, das wir verlieren, wenn wir sterben. Das Gewicht von fünf Fünf-Cent-Stücken. Das Gewicht eines Kolibris. Das Gewicht eines Stücks Schoko-lade. Und vielleicht auch das Gewicht der Seele. Der für seinen weltweiten Kinoerfolg "Amores Perros" Oscar®- nominierte Regisseur Alejandro González Iñárritu zeigt ein wildes und mitreißend raffiniert verwobenes und innovativ erzähltes Drama um Liebe, Tod, Schuld und Vergeltung.
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EHER GEHT EIN KAMEL DURCH EIN NADELÖHR . . .
Frankreich / Italien 2003 -
110 min. Il est plus facile pour un chameau... -
Regie: Valeria Bruni Tedeschi - Darsteller: Valeria Bruni Tedeschi, Chiara Mastroianni, Jean-Hugues Anglade, Denis Podalydès, Marysa Borini.
Valerie Bruni Tedeschi ist eines der schönsten und aufregend-sten Gesichter des modernen italo-französischen Autoren-kinos) Der eigentliche Haupt-darsteller des Films ist jedoch die Liebe, und der Film mit seiner fließenden Vermischung von Tagträumen, Comicstrips, Gegenwarts-szenen und Kindheits-erinnerungen eine einzigartige Liebeserklärung an das Kino. WELT
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DIE TRÄUMER
Großbritannien / Frankreich / Italien 2003 - 114 min.
The Dreamers -
Regie: Bernardo Bertolucci - Darsteller: Michael Pitt, Eva Green, Louis Garrel, Robin Renucci, Anna Chancellor, Florian Cadiou.
Dem Geist der Freiheit ist Bertolucci auf der Spur. Den Träumen
und Sehnsüchten der 60er Jahre. Der Befreiung der Sexualität,
der Suche nach einem unbürgerlichen, poetischen Leben, nach dem
Schwinden der Unterschiede zwischen den Geschlechtern, nach einer größeren
Leichtig-keit des Seins. Für alle Film-freaks ist Bernardo
Bertoluccis Film "Die Träumer" ein großer
Genuss.
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DIE GESCHICHTE VOM WEINENDEN KAMEL
Deutschland 2003 - 91 min.
Regie: Byambasuren Davaa, Luigi Falorni -
Darsteller: Janchiv Ayurzana, Chimed Ohin, Amgaabazar Gonson, Zeveljamz Nyam, Odgerel Ayusch.
Dieser fein beobachtende Film voller fremdländischer Mysterien erzählt nicht nur die Geschichte einer Kamelmutter und ihres Jungen im weiten Süden der Mongole sondern lässt auch erahnen, wie uni-versell der große Wunsch nach Liebe und Geborgenheit ist.
Ein wahres Filmmärchen. filmZ
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LOST IN TRANSLATION
USA / Japan 2003 - 102 min.
Regie: Sofia Coppola - Darsteller: Bill Murray, Scarlett Johansson, Giovanni Ribisi, Anna Faris, Fumihiro Hayashi, Akiko Takeshita, Catherine Lambert, Yutaka Tadokoro.
Bill Murray und Scarlett
Johansson sind "Schlaflos in Tokio" - buchstäblich:
Eine melancholische Komödie von Sofia
Coppola über die Einsam-
keit in der Zweisamkeit. Heiter und gleichzeitig mit tiefem Verständnis für den Schmerz,
den das Menschsein mitunter mit sich bringt. Sofia Coppola, der Tochter von Francis gelingt
eine zärtliche Ode an die flüchtigen, mitunter schick-salshaften
Begegnungen im Leben. Cinema
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BEFORE NIGHT FALLS
USA 2000 - 134 min.
Regie: Julian Schnabel - Darsteller: Javier Bardem, Olivier Martinez, Andrea Di Stefano, Johnny Depp, Sean Penn, Michael Wincott, Najwa Nimri, Hector Babenco, Olatz Lopez Garmendia.Bescheiden- heit hat Schnabel in seinem Film eingefangen - auch, weil der spanische Macho-Star Javier
Bardem in der Titelrolle diesmal gar nicht machohaft, sondern im Gegenteil
sehr elegisch, sehr leise spielt. So leise, wie es einem Dichter gebührt,
dessen Leben mit Verfolgung, Gefängnis und Flucht zwar
spektakulär verlief, dessen poetisches Werk jedoch von den kleinen
Dingen spricht, die Freiheit bedeuten.ts
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